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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes Jakes. Lehre und Rede des Mannes: Ich habe mich gemüht, o Gott; ich habe mich gemüht, o Gott, und ablassen müssen.
  • Folgende Worte stammen von Agur, dem Sohn von Jake. Dieser Mann sagte: Ich habe mich abgemüht, o Gott, ich habe mich abgemüht und bin am Ende!
  • Denn ich bin der allernärrischste, und Menschenverstand ist nicht bei mir;
  • Denn ich bin zu dumm, um als Mensch gelten zu können, und besitze keinen Verstand.
  • ich habe Weisheit nicht gelernt, daß ich den Heiligen erkennete.
  • Ich habe keine Weisheit erlangt, ich weiß fast nichts über den heiligen Gott und bin mit ihm nicht vertraut.
  • Wer fährt hinauf gen Himmel und herab? Wer faßt den Wind in seine Hände? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt gestellt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das?
  • Sag mir: Wer ist jemals zum Himmel hinauf- und wieder hinabgestiegen? Wer hat den Wind mit seinen Händen gezähmt oder die Wassermassen gebändigt? Wer setzte die Grenzen der Erde fest? Weißt du, wer das alles vollbracht hat? Dann nenn mir seinen Namen und den seines Sohnes!
  • Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen.
  • Was Gott sagt, ist wahr und zuverlässig; er beschützt alle, die Schutz bei ihm suchen.
  • Tue nichts zu seinen Worten, daß er dich nicht strafe und werdest lügenhaft erfunden.
  • Füge seinen Worten nichts hinzu, sonst zieht er dich zur Rechenschaft, und du stehst als Lügner da!
  • Zweierlei bitte ich von dir; das wollest du mir nicht weigern, ehe denn ich sterbe:
  • HERR, ich bitte dich um zweierlei, erfülle mir doch diese Bitten, solange ich lebe:
  • Abgötterei und Lüge laß ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht, laß mich aber mein beschieden Teil Speise dahinnehmen.
  • Bewahre mich davor, zu lügen und zu betrügen, und lass mich weder arm noch reich sein! Gib mir nur so viel, wie ich zum Leben brauche!
  • Ich möchte sonst, wo ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.
  • Denn wenn ich zu viel besitze, bestreite ich vielleicht, dass ich dich brauche, und frage: »Wer ist denn schon der HERR?« Wenn ich aber zu arm bin, werde ich vielleicht zum Dieb und bereite dir, meinem Gott, damit Schande!
  • Verleumde den Knecht nicht bei seinem Herrn, daß er dir nicht fluche und du die Schuld tragen müssest.
  • Mach einen Diener bei seinem Herrn nicht schlecht, sonst verflucht er dich, und du musst es büßen!
  • Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet;
  • Was müssen das für Leute sein, die ihren Vater verfluchen und ihre Mutter missachten!
  • eine Art, die sich rein dünkt, und ist doch von ihrem Kot nicht gewaschen;
  • Was müssen das für Leute sein, die sich selbst für untadelig halten und doch besudelt sind mit ihrer Schuld!
  • eine Art, die ihre Augen hoch trägt und ihre Augenlider emporhält;
  • Was müssen das für Leute sein, die hochmütig und überheblich auf andere herabschauen!
  • eine Art, die Schwerter für Zähne hat und Messer für Backenzähne und verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.
  • Was müssen das für Leute sein, die alle Armen und Hilflosen rücksichtslos ausbeuten und von der Erde vertilgen!
  • Blutegel hat zwei Töchter: Bring her, bring her! Drei Dinge sind nicht zu sättigen, und das vierte spricht nicht: Es ist genug:
  • Manche Leute sind wie Blutegel: »Gib her, gib her!«, fordern sie und saugen andere damit aus. Drei sind unersättlich, und auch das Vierte bekommt niemals genug:
  • die Hölle, der Frauen verschlossene Mutter, die Erde wird nicht Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug.
  • das Reich der Toten, eine unfruchtbare Frau, die gerne Kinder haben möchte, trockener Boden, der nach Regen dürstet, und das Feuer, das gierig immer weiterfrisst.
  • Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.
  • Wer spöttisch auf seinen Vater herabsieht und seiner Mutter nicht gehorchen will, dem werden die Raben die Augen aushacken, und die Geier werden ihn auffressen!
  • Drei sind mir zu wunderbar, und das vierte verstehe ich nicht:
  • Drei Dinge sind mir rätselhaft, und auch das Vierte ist für mich unbegreiflich:
  • des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf einem Felsen, des Schiffes Weg mitten im Meer und eines Mannes Weg an einer Jungfrau.
  • der Flug des Adlers am Himmel, das Schleichen der Schlange über einen Felsen, die Fahrt des Schiffes über das tiefe Meer und die Liebe zwischen Mann und Frau!
  • Also ist auch der Weg der Ehebrecherin; die verschlingt und wischt ihr Maul und spricht: Ich habe kein Böses getan.
  • So benimmt sich eine untreue Frau: Sie schläft mit einem anderen Mann, wäscht sich und sagt: »Ich habe doch nichts Böses getan!«
  • Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte kann es nicht ertragen:
  • Durch drei Begebenheiten wird ein Land erschüttert, und auch das Vierte kann es nicht ertragen:
  • ein Knecht, wenn er König wird; ein Narr, wenn er zu satt ist;
  • wenn ein Sklave König wird, wenn ein Unverständiger Reichtum erlangt,
  • eine Verschmähte, wenn sie geehelicht wird; und eine Magd, wenn sie ihrer Frau Erbin wird.
  • wenn eine von allen verschmähte Frau geheiratet wird und wenn eine Sklavin die Herrin aus ihrer Stellung verdrängt.
  • Vier sind klein auf Erden und klüger denn die Weisen:
  • Vier Tiere sind sehr klein und doch überaus klug:
  • die Ameisen, ein schwaches Volk; dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise;
  • die Ameisen — sie sind ein schwaches Volk, und doch legen sie im Sommer einen Vorrat an;
  • Kaninchen, ein schwaches Volk; dennoch legt es sein Haus in den Felsen;
  • die Klippdachse — sie sind nicht kräftig, aber sie bauen ihren Unterschlupf in den unzugänglichen Felsklüften;
  • Heuschrecken haben keinen König; dennoch ziehen sie aus ganz in Haufen;
  • die Heuschrecken — sie haben zwar keinen König, aber sie ziehen in geordneten Scharen aus;
  • die Spinne wirkt mit ihren Händen und ist in der Könige Schlössern.
  • die Eidechsen — du kannst sie mit den Händen fangen, und doch findest du sie in Palästen!
  • Dreierlei haben einen feinen Gang, und das vierte geht wohl:
  • Drei schreiten stolz umher, und auch der Vierte hat einen majestätischen Gang:
  • der Löwe, mächtig unter den Tieren und kehrt nicht um vor jemand;
  • der Löwe, König der Tiere, der vor nichts Angst hat;
  • ein Windhund von guten Lenden, und ein Widder, und ein König, wider den sich niemand legen darf.
  • ein Hahn, der umherstolziert; ein Ziegenbock und ein König, der sein Heer anführt.
  • Bist du ein Narr gewesen und zu hoch gefahren und hast Böses vorgehabt, so lege die Hand aufs Maul.
  • Wenn du meinst, du seist besser als andere, ob zu Recht oder zu Unrecht, dann halte den Mund und schweig lieber!
  • Wenn man Milch stößt, so macht man Butter daraus; und wer die Nase hart schneuzt, zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizt, zwingt Hader heraus.
  • Denn wenn man Milch schlägt, gibt es Butter; schlägt man die Nase, kommt Blut heraus; und reizt man den Zorn, dann gibt es Streit!

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