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Parallellesung der Bibel
Auflage 2017
Lutherbibel
Du aber, Ijob, hör doch auf meine Rede, all meinen Worten leih dein Ohr!
Höre doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte!
Siehe doch, ich habe meinen Mund geöffnet, schon spricht am Gaumen meine Zunge.
Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde.
Aus aufrichtigem Herzen kommen meine Worte, lautere Weisheit reden meine Lippen.
Mein Herz soll recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen.
Gottes Geist hat mich erschaffen, der Atem des Allmächtigen mir das Leben gegeben.
Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben.
Wenn du kannst, erwidere mir! Leg es mir vor und stell dich!
Kannst du, so antworte mir; rüste dich gegen mich und stelle dich.
Schau, ich bin wie du vor Gott, auch ich bin nur aus Lehm geformt.
Siehe, ich bin Gottes ebensowohl als du, und aus Lehm bin ich auch gemacht.
Siehe, Furcht vor mir braucht dich nicht zu erschrecken, Druck von mir nicht auf dir lasten.
Siehe, du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soll dir nicht zu schwer sein.
Jedoch, du sprachst vor meinen Ohren und ich vernahm der Worte Laut:
Du hast geredet vor meinen Ohren; die Stimme deiner Reden mußte ich hören:
Rein bin ich und ohne Sünde, makellos und ohne Schuld.
Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Sünde;
Seht, Vorwürfe sucht er gegen mich zu finden, er sieht mich an als seinen Feind.
siehe, er hat eine Sache gegen mich gefunden, er achtet mich für seinen Feind;
Meine Füße legt er in den Block, er überwacht alle meine Pfade.
er hat meinen Fuß in den Stock gelegt und hat acht auf alle meine Wege.
Sieh, da bist du nicht im Recht, sage ich dir, denn Gott ist größer als der Mensch.
Siehe, darin hast du nicht recht, muß ich dir antworten; denn Gott ist mehr als ein Mensch.
Warum hast du mit ihm gestritten, dass er auf deine Worte keine Antwort gibt?
Warum willst du mit ihm zanken, daß er dir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns?
Denn einmal redet Gott und zweimal, man achtet nicht darauf.
Denn in einer Weise redet Gott und wieder in einer andern, nur achtet man’s nicht.
Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, im Schlummer auf dem Lager,
Im Traum, im Nachtgesicht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, wenn sie schlafen auf dem Bette,
da öffnet er der Menschen Ohr und schreckt sie auf durch Warnung,
da öffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und züchtigt sie,
um von seinem Tun den Menschen abzubringen, den Hochmut aus dem Manne auszutreiben,
daß er den Menschen von seinem Vornehmen wende und behüte ihn vor Hoffart
seine Seele vor dem Grab zu retten, sein Leben davor, in den Todesschacht hinabzusteigen.
und verschone seine Seele vor dem Verderben und sein Leben, daß es nicht ins Schwert falle.
Er wird gemahnt durch Schmerz auf seinem Lager und ständig ist Kampf in seinen Gliedern.
Auch straft er ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine heftig
Am Brot verspürt sein Leben Ekel und seine Seele an der Lieblingsspeise.
und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat.
Es schwindet sein Fleisch, man sieht es nicht mehr. Abgemagert bis auf die Knochen, die man sonst nicht sieht.
Sein Fleisch verschwindet, daß man’s nimmer sehen kann; und seine Gebeine werden zerschlagen, daß man sie nicht gern ansieht,
Dem Grabe nähert sich seine Seele, sein Leben den Todesboten.
daß seine Seele naht zum Verderben und sein Leben zu den Toten.
Wenn dann ein Engel ihm zur Seite steht, ein Mittler, einer von den Tausenden, dem Menschen zu verkünden, was recht ist,
So dann für ihn ein Engel als Mittler eintritt, einer aus 1000, zu verkündigen dem Menschen, wie er solle recht tun,
wenn dieser sich seiner erbarmt und spricht: Erlös ihn, dass er nicht ins Grab hinabsteige, Lösegeld habe ich für ihn gefunden!,
so wird er ihm gnädig sein und sagen: Erlöse ihn, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versöhnung gefunden.
dann blüht sein Fleisch in Jugendfrische, zu den Tagen seiner Jugend kehrt er zurück.
Sein Fleisch wird wieder grünen wie in der Jugend, und er wird wieder jung werden.
Betet er zu Gott, so ist er ihm gnädig, er darf sein Angesicht schauen in festlichem Jubel. Dem Menschen gibt er seine Gerechtigkeit wieder.
Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten.
Er singt bei den Menschen und spricht: Gesündigt hatte ich und das Recht verkehrt; doch hat er mir nicht mit Gleichem vergolten.
Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: »Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber es ist mir nicht vergolten worden.
Losgekauft hat er meine Seele vor dem Abstieg ins Grab, mein Leben darf schauen das Licht.
Er hat meine Seele erlöst, daß sie nicht führe ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sähe.
Sieh, alles das pflegt Gott zu tun, zweimal, ja dreimal mit dem Menschen,
Siehe, das alles tut Gott zwei oder dreimal mit einem jeglichen,
um fernzuhalten seine Seele von dem Grab, um ihm zu leuchten mit dem Licht des Lebens.
daß er seine Seele zurückhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.
Merk auf, Ijob, hör mich an, schweig still, dass ich rede!
Merke auf, Hiob, und höre mir zu und schweige, daß ich rede!
Hast Worte du bereit, entgegne mir! Sprich nur; denn gern gebe ich dir Recht.
Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; sage an! ich wollte dich gern rechtfertigen.