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Parallellesung der Bibel

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Hoffnung für Alle

Lutherbibel

  • Dann aber redete der HERR mit Hiob. Er antwortete ihm aus dem Sturm:
  • Und der HERR antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach:
  • »Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand?
  • Wer ist der, der den Ratschluß verdunkelt mit Worten ohne Verstand?
  • Tritt mir gegenüber wie ein Mann und gib mir Antwort auf meine Fragen!
  • Gürte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich!
  • Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt!
  • Wo warest du, da ich die Erde gründete? Sage an, bist du so klug!
  • Wer hat ihre Maße festgelegt und wer die Messschnur über sie gespannt? Du weißt es doch, oder etwa nicht?
  • Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat?
  • Worin sind die Pfeiler der Erde eingesenkt, und wer hat ihren Grundstein gelegt?
  • Worauf stehen ihre Füße versenkt, oder wer hat ihr einen Eckstein gelegt,
  • Damals sangen alle Morgensterne, und die Gottessöhne jubelten vor Freude.
  • da mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Kinder Gottes?
  • Wer schloss die Schleusentore, um das Meer zurückzuhalten, als es hervorbrach aus dem Mutterschoß der Erde?
  • Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, da es herausbrach wie aus Mutterleib,
  • Ich hüllte es in Wolken und in dichtes Dunkel wie in Windeln;
  • da ich’s mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte wie in Windeln,
  • ich setzte dem Meer eine Grenze, schloss seine Tore und Riegel
  • da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Türen
  • und sprach: ›Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter! Hier müssen sich deine mächtigen Wogen legen!‹
  • und sprach: «Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!»?
  • Sag, hast du je das Tageslicht herbeigerufen und der Morgenröte ihren Weg gewiesen?
  • Hast du bei deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenröte ihren Ort gezeigt,
  • Sie fasst die Erde bei den Zipfeln und schüttelt die Übeltäter von ihr ab.
  • daß sie die Ecken der Erde fasse und die Gottlosen herausgeschüttelt werden?
  • In ihrem Licht färbt die Erde sich bunt wie ein Kleid; ihre Gestalt tritt hervor, deutlich wie ein Siegelabdruck auf Ton.
  • Sie wandelt sich wie Ton unter dem Siegel, und alles steht da wie im Kleide.
  • Dann wird den Übeltätern das schützende Dunkel genommen, und ihr drohend erhobener Arm wird zerbrochen.
  • Und den Gottlosen wird ihr Licht genommen, und der Arm der Hoffärtigen wird zerbrochen.
  • Bist du hinab zu den Quellen des Meeres gereist, hast du den Abgrund des Ozeans durchwandert?
  • Bist du in den Grund des Meeres gekommen und in den Fußtapfen der Tiefe gewandelt?
  • Haben sich dir die Tore des Todes geöffnet, die den Eingang ins dunkle Land verschließen?
  • Haben sich dir des Todes Tore je aufgetan, oder hast du gesehen die Tore der Finsternis?
  • Hast du die Weiten der Erde überblickt? Sag es mir, wenn du das alles weißt!
  • Hast du vernommen, wie breit die Erde sei? Sage an, weißt du solches alles!
  • Woher kommt das Licht, und wie gelangt man dorthin? Woher kommt die Finsternis?
  • Welches ist der Weg, da das Licht wohnt, und welches ist der Finsternis Stätte,
  • Kannst du Licht und Dunkelheit an ihre Orte bringen, kennst du den Weg zu ihrem Land?
  • daß du mögest ergründen seine Grenze und merken den Pfad zu seinem Hause?
  • Ganz gewiss, denn du warst schon geboren, als ich sie schuf, du lebst ja seit uralten Zeiten!
  • Du weißt es ja; denn zu der Zeit wurdest du geboren, und deiner Tage sind viel.
  • Hast du die Vorratskammern gesehen, in denen ich Schnee und Hagel aufbewahre?
  • Bist du gewesen, da der Schnee her kommt, oder hast du gesehen, wo der Hagel her kommt,
  • Ich spare sie auf für den Unglückstag, für Kriegszeiten und Schlachtgetümmel.
  • die ich habe aufbehalten bis auf die Zeit der Trübsal und auf den Tag des Streites und Krieges?
  • Weißt du, wo das Licht herkommt und von wo der Ostwind loszieht? Wie gelangt man dorthin?
  • Durch welchen Weg teilt sich das Licht und fährt der Ostwind hin über die Erde?
  • Wer schafft den Regenfluten eine Bahn, wer ebnet Blitz und Donner den Weg,
  • Wer hat dem Platzregen seinen Lauf ausgeteilt und den Weg dem Blitz und dem Donner
  • damit Gewitterregen niedergehn auf unbewohntes Land, über unwegsame Wüsten,
  • und läßt regnen aufs Land da niemand ist, in der Wüste, da kein Mensch ist,
  • damit die ausgedörrte Steppe durchtränkt wird und frisches Grün aus dem Boden sprießt?
  • daß er füllt die Einöde und Wildnis und macht, daß Gras wächst?
  • Hat der Regen einen Vater? Wer lässt den Tau entstehen?
  • Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taues gezeugt?
  • Wer bringt Eis und Frost hervor,
  • Aus wes Leib ist das Eis gegangen, und wer hat den Reif unter dem Himmel gezeugt,
  • wenn das Wasser hart wird wie Stein, wenn Seen und Flüsse zugefroren sind?
  • daß das Wasser verborgen wird wie unter Steinen und die Tiefe oben gefriert?
  • Knüpfst du die Bänder des Siebengestirns, kannst du den Gürtel des Orion öffnen?
  • Kannst du die Bande der sieben Sterne zusammenbinden oder das Band des Orion auflösen?
  • Lässt du die Sternbilder erscheinen, je nach Jahreszeit, bringst du den Großen und den Kleinen Wagen herauf?
  • Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit oder den Bären am Himmel samt seinen Jungen heraufführen?
  • Hast du die Gesetze des Himmels entdeckt, und kannst du sie auf die Erde übertragen?
  • Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
  • Rufst du den Wolken einen Befehl zu, damit sie Regen auf dich herabströmen lassen?
  • Kannst du deine Stimme zu der Wolke erheben, daß dich die Menge des Wassers bedecke?
  • Schleuderst du die Blitze in ihr Ziel? Sagen sie: ›Wir stehen dir zu Diensten‹?
  • Kannst du die Blitze auslassen, daß sie hinfahren und sprechen zu dir: Hier sind wir?
  • Wer lässt die Wolken wohlgeordnet ziehen? Wer bestimmt das Wetter nach einem weisen Plan?
  • Wer gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige Gedanken?
  • Wer ist so klug, dass er die Zahl der Wolken kennt? Wer schüttet ihr Wasser auf die Erde nieder,
  • Wer ist so weise, der die Wolken zählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel ausschütten,
  • wenn dort der Boden hart geworden ist wie Eisen und die Schollen aneinander kleben?
  • wenn der Staub begossen wird, daß er zuhauf läuft und die Schollen aneinander kleben?
  • Erjagst du die Beute für die Löwin, stillst du den Hunger ihrer Jungen,
  • Kannst du der Löwin ihren Raub zu jagen geben und die jungen Löwen sättigen,
  • wenn sie sich in Höhlen verkriechen, im Dickicht auf der Lauer liegen?
  • wenn sie sich legen in ihre Stätten und ruhen in der Höhle, da sie lauern?
  • Wer lässt den Raben Futter finden, wenn seine Jungen zu Gott schreien, wenn sie hungrig und hilflos umherirren?
  • Wer bereitet den Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, weil sie nicht zu essen haben?

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