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Möge Ihre Reise in die Welt der Heiligen Schrift fesselnd und inspirierend sein!
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Parallellesung der Bibel
Lutherbibel
Auflage 2017
Rühme dich nicht des morgenden Tages; denn du weißt nicht, was heute sich begeben mag.
Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was der Tag gebiert.
Laß dich einen andern loben, und nicht deinen Mund; einen Fremden, und nicht deine eigenen Lippen.
Rühmen soll dich ein anderer, nicht dein eigener Mund, ein Fremder, nicht deine eigenen Lippen.
Stein ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn die beiden.
Schwer ist der Stein und eine Last ist der Sand, doch der Ärger mit einem Toren ist schwerer als beide.
Zorn ist ein wütig Ding, und Grimm ist ungestüm; aber wer kann vor dem Neid bestehen?
Mag der Zorn grausam sein und überschäumend die Wut, wer aber besteht vor der Eifersucht?
Offene Strafe ist besser denn heimliche Liebe.
Besser offener Tadel als Liebe, die sich nicht zeigt.
Die Schläge des Liebhabers meinen’s recht gut; aber die Küsse des Hassers sind gar zu reichlich.
Treu gemeint sind die Schläge eines Freundes, zahlreich die Küsse eines Feindes.
Eine satte Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittere süß.
Der Satte tritt Honig mit Füßen, doch dem Hungrigen schmeckt alles Bittere süß.
Wie ein Vogel, der aus seinem Nest weicht, also ist, wer von seiner Stätte weicht.
Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mensch, der aus seiner Heimat fliehen muss.
Das Herz freut sich an Salbe und Räuchwerk; aber ein Freund ist lieblich um Rats willen der Seele.
Salböl und Räucherwerk erfreuen das Herz — so auch die Herzlichkeit eines Freundes aus innerer Überzeugung.
Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaß nicht, und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dir’s übel geht; denn dein Nachbar in der Nähe ist besser als dein Bruder in der Ferne.
Deinen Freund und deines Vaters Freund gib nicht auf, geh nicht in das Haus deines Bruders, wenn du in Not bist! Besser ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der Ferne.
Sei weise, mein Sohn, so freut sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmäht.
Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem antworten kann, der mich beschimpft!
Ein Kluger sieht das Unglück und verbirgt sich; aber die Unverständigen gehen hindurch und leiden Schaden.
Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen.
Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um der Fremden willen.
Nimm ihm das Kleid, denn er hat für einen andern gebürgt! Einer Fremden wegen pfände bei ihm!
Wenn einer seinen Nächsten des Morgens früh mit lauter Stimme segnet, das wird ihm für einen Fluch gerechnet.
Wer seinen Nächsten zu laut begrüßt, dem wird es frühmorgens als Verwünschung ausgelegt.
Ein zänkisches Weib und stetiges Triefen, wenn’s sehr regnet, werden wohl miteinander verglichen.
Ein ständig tropfendes Dach in der Regenzeit und eine zänkische Frau gleichen einander.
Wer sie aufhält, der hält den Wind und will das Öl mit der Hand fassen.
Wer sie festhält, hält den Wind fest und seine Hand greift nach Öl.
Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern.
Eisen wird an Eisen geschliffen; so schleift einer den Charakter des andern.
Wer seinen Feigenbaum bewahrt, der ißt Früchte davon; und wer seinen Herrn bewahrt, wird geehrt.
Wer einen Feigenbaum pflegt, wird seine Frucht essen, wer auf seinen Herrn Acht gibt, wird geehrt.
Wie das Spiegelbild im Wasser ist gegenüber dem Angesicht, also ist eines Menschen Herz gegenüber dem andern.
Wie Wasser ein Spiegel ist für das Gesicht, so ist das Herz des Menschen ein Spiegel für den Menschen.
Hölle und Abgrund werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind auch unersättlich.
Unterwelt und Totenreich sind unersättlich und unersättlich sind die Augen des Menschen.
Ein Mann wird durch den Mund des, der ihn lobt, bewährt wie das Silber im Tiegel und das Gold im Ofen.
Der Schmelztiegel prüft das Silber, der Ofen das Gold, der Mensch aber wird geprüft im Urteil dessen, der ihn lobt.
Wenn du den Narren im Mörser zerstießest mit dem Stämpfel wie Grütze, so ließe doch seine Narrheit nicht von ihm.
Zerstampfst du den Toren auch mit dem Stößel, im Mörser zwischen den Körnern, seine Torheit weicht nicht von ihm.
Auf deine Schafe habe acht und nimm dich deiner Herden an.
Kümmere dich um das Aussehen deiner Schafe und sorge für deine Herden;
Denn Gut währt nicht ewiglich, und die Krone währt nicht für und für.
denn Besitz bleibt nicht für ewig und eine Krone nicht von Geschlecht zu Geschlecht.
Das Heu ist weggeführt, und wiederum ist Gras da und wird Kraut auf den Bergen gesammelt.
Kommt das Gras hervor, erscheint das Grün, sammelt man die Kräuter auf den Bergen,
Die Lämmer kleiden dich, und die Böcke geben dir das Geld, einen Acker zu kaufen.
dann gibt es Lämmer für deine Kleidung, Böcke als Kaufpreis für Äcker