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Parallellesung der Bibel

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Auflage 2017

Lutherbibel

  • Einen Bund schloss ich mit meinen Augen, nie eine Jungfrau lüstern anzusehen.
  • Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, daß ich nicht achtete auf eine Jungfrau.
  • Was wäre sonst mein Teil von Gott dort oben, mein Erbe vom Allmächtigen in der Höhe?
  • Was gäbe mir Gott sonst als Teil von oben und was für ein Erbe der Allmächtige von der Höhe?
  • Ist nicht Verderben dem Frevler bestimmt und Missgeschick den Übeltätern?
  • Wird nicht der Ungerechte Unglück haben, und ein Übeltäter verstoßen werden?
  • Sieht er denn meine Wege nicht, zählt er nicht alle meine Schritte?
  • Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Gänge?
  • Wenn ich in Falschheit einherging, wenn zum Betrug mein Fuß eilte,
  • Habe ich gewandelt in Eitelkeit, oder hat mein Fuß geeilt zum Betrug?
  • dann wäge Gott mich auf gerechter Waage, so wird er meine Unschuld anerkennen.
  • So wäge man mich auf rechter Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld.
  • Wenn mein Schritt vom Wege wich, mein Herz meinen Augen folgte, an meinen Händen Makel klebte,
  • Ist mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an meinen Händen,
  • dann esse ein anderer, was ich säe, entwurzelt werde, was mir sprosst.
  • so müsse ich säen, und ein anderer esse es; und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden.
  • Wenn sich mein Herz von einer Frau betören ließ und ich an der Tür meines Nachbarn lauerte,
  • Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe und habe ich an meines Nächsten Tür gelauert,
  • dann mahle meine Frau einem andern und andere sollen sich beugen über sie.
  • so müsse mein Weib von einem andern geschändet werden, und andere müssen bei ihr liegen;
  • Denn das wäre eine Schandtat und ein Verbrechen, von Richtern zu strafen.
  • denn das ist ein Frevel und eine Missetat für die Richter.
  • Denn das wäre Feuer, das zum Abgrund frisst und meine ganze Habe entwurzelt.
  • Denn das wäre ein Feuer, das bis in den Abgrund verzehrte und all mein Einkommen auswurzelte.
  • Wenn ich das Recht meines Knechts missachtet und das meiner Magd im Streit mit mir,
  • Hab ich verachtet das Recht meines Knechts oder meiner Magd, wenn sie eine Sache wider mich hatten?
  • was könnte ich tun, wenn Gott sich erhöbe, was ihm entgegnen, wenn er mich prüfte?
  • Was wollte ich tun, wenn Gott sich aufmachte, und was würde ich antworten, wenn er heimsuchte?
  • Hat nicht er, der mich im Mutterleib gemacht hat, ihn gemacht, hat nicht Einer uns im Mutterschoß geformt?
  • Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und hat ihn im Schoße ebensowohl bereitet?
  • Wenn ich der Armen Wunsch versagte, verschmachten ließ der Witwe Augen,
  • Hab ich den Dürftigen ihr Begehren versagt und die Augen der Witwe lassen verschmachten?
  • wenn ganz allein ich meinen Bissen aß, das Waisenkind nicht davon aß —
  • Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und hat nicht der Waise auch davon gegessen?
  • von Jugend an hat wie ein Vater er mich großgezogen, vom Mutterschoß an mich geleitet — ,
  • Denn ich habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater, und von meiner Mutter Leib an hab ich gerne getröstet.
  • wenn ich den Verlorenen sah ohne Kleid und ohne Decke den Verarmten,
  • Hab ich jemand sehen umkommen, daß er kein Kleid hatte, und den Armen ohne Decke gehen lassen?
  • wenn seine Lenden mich nicht segneten, er nicht von der Schur meiner Lämmer sich wärmte,
  • Haben mich nicht gesegnet seine Lenden, da er von den Fellen meiner Lämmer erwärmt ward?
  • wenn meine Hand der Waise drohte, weil ich am Tor Helfer für mich sah,
  • Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich sah, daß ich im Tor Helfer hatte?
  • dann falle die Schulter mir vom Nacken, breche der Arm mir aus dem Gelenk.
  • So falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der Röhre.
  • Ja, Schrecken träfe mich, Gottes Verderben, vor seiner Hoheit hielte ich nicht stand.
  • Denn ich fürchte Gottes Strafe über mich und könnte seine Last nicht ertragen.
  • Wenn ich auf Gold meine Hoffnung setzte, zum Feingold sprach: Du meine Zuversicht!,
  • Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht und zu dem Goldklumpen gesagt: »Mein Trost»?
  • wenn ich mich freute, dass groß mein Vermögen, dass viel erreicht hat meine Hand,
  • Hab ich mich gefreut, daß ich großes Gut hatte und meine Hand allerlei erworben hatte?
  • wenn ich die leuchtende Sonne sah, wie sie strahlte, den Mond, wie er herrlich dahinzog,
  • Hab ich das Licht angesehen, wenn es hell leuchtete, und den Mond, wenn er voll ging,
  • wenn heimlich sich mein Herz betören ließ und meine Hand dem Mund zum Kuss sich bot,
  • daß mich mein Herz heimlich beredet hätte, ihnen Küsse zuzuwerfen mit meiner Hand?
  • auch das wäre ein Verbrechen, vom Richter zu strafen, denn Gott da droben hätte ich verleugnet.
  • was auch eine Missetat ist vor den Richtern; denn damit hätte ich verleugnet Gott in der Höhe.
  • Wenn ich am Unglück meines Feinds mich freute und mich erhob, als das Unheil ihn traf —
  • Hab ich mich gefreut, wenn’s meinem Feinde übel ging, und habe mich überhoben, darum daß ihn Unglück betreten hatte?
  • habe ich doch meinem Mund zu sündigen verboten, sein Leben mit Fluch zu verwünschen.
  • Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen, daß ich verwünschte mit einem Fluch seine Seele.
  • Wenn meine Zeltgenossen nicht gestanden: Wer wurde von seinem Fleisch nicht gesättigt?
  • Haben nicht die Männer in meiner Hütte müssen sagen: »Wo ist einer, der von seinem Fleisch nicht wäre gesättigt worden?
  • Kein Fremder musste draußen übernachten, ich hielt meine Tore zur Straße hin offen.
  • Draußen mußte der Gast nicht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf.
  • Wenn ich nach Menschenart meine Frevel verhehlte, meine Schuld verbarg in meiner Brust,
  • Hab ich meine Übertretungen nach Menschenweise zugedeckt, daß ich heimlich meine Missetat verbarg?
  • weil ich die große Menge scheute und die Verachtung der Sippen mich schreckte, so schwiege ich still und ginge nicht zur Tür hinaus.
  • Hab ich mir grauen lassen vor der großen Menge, und hat die Verachtung der Freundschaften mich abgeschreckt, daß ich stille blieb und nicht zur Tür ausging?
  • Gäbe es doch einen, der mich hört! Hier ist mein Zeichen! Der Allmächtige antworte mir! Hier ist das Schriftstück, das mein Gegner geschrieben.
  • O hätte ich einen, der mich anhört! Siehe, meine Unterschrift, der Allmächtige antworte mir, und siehe die Schrift, die mein Verkläger geschrieben!
  • Auf meine Schulter wollte ich es heben, als Kranz es um den Kopf mir winden.
  • Wahrlich, dann wollte ich sie auf meine Achsel nehmen und mir wie eine Krone umbinden;
  • Ich täte die Zahl meiner Schritte ihm kund, ich nahte mich ihm wie ein Fürst.
  • ich wollte alle meine Schritte ihm ansagen und wie ein Fürst zu ihm nahen.
  • Wenn über mich mein Acker schrie, seine Furchen miteinander weinten,
  • Wird mein Land wider mich schreien und werden miteinander seine Furchen weinen;
  • wenn seinen Ertrag ich verzehrte, ohne zu bezahlen, das Verlangen seines Herrn ich unerfüllt ließ,
  • hab ich seine Früchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute sauer gemacht:
  • sollen Dornen wachsen statt Weizen, statt Gerste stinkendes Kraut. Zu Ende sind die Worte Ijobs.
  • so mögen mir Disteln wachsen für Weizen und Dornen für Gerste. Die Worte Hiobs haben ein Ende.

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