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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Hoffnung für Alle

  • Eine Unterweisung Asaphs. Höre, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!
  • Von Asaf, zum Nachdenken. Höre, mein Volk, auf meine Weisungen; gib acht auf das, was ich dir sage!
  • Ich will meinen Mund auftun zu Sprüchen und alte Geschichten aussprechen,
  • Ich will in Sprüchen der Weisheit zu euch reden, die dunklen Rätsel aus alten Zeiten will ich euch erklären.
  • die wir gehört haben und wissen und unsre Väter uns erzählt haben,
  • Was wir gehört und erfahren haben, was schon unsere Väter uns erzählten,
  • daß wir’s nicht verhalten sollten ihren Kindern, die hernach kommen, und verkündigten den Ruhm des HERRN und seine Macht und Wunder, die er getan hat.
  • das wollen wir auch unseren Kindern nicht verschweigen. Jede Generation soll von Gottes mächtigen Taten hören, von allen Wundern, die der HERR vollbracht hat.
  • Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern Vätern gebot zu lehren ihre Kinder,
  • Er gab Israel sein Gesetz, den Nachkommen von Jakob gab er seine Gebote. Unseren Vorfahren befahl er, sie ihren Kindern bekannt zu machen.
  • auf daß es die Nachkommen lernten und die Kinder, die noch sollten geboren werden; wenn sie aufkämen, daß sie es auch ihren Kindern verkündigten,
  • So soll jede Generation seine Weisungen kennen lernen — alle Kinder, die noch geboren werden. Auch diese sollen sie ihren Nachkommen einprägen.
  • daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergäßen der Taten Gottes und seine Gebote hielten
  • Sie alle sollen auf Gott ihr Vertrauen setzen und seine Machttaten nicht vergessen. Was er befohlen hat, sollen sie tun
  • und nicht würden wie ihre Väter, eine abtrünnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht fest war und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott,
  • und nicht so handeln wie ihre Vorfahren, die sich gegen Gott auflehnten und sich ihm widersetzten: Sie waren untreu und unbeständig.
  • wie die Kinder Ephraim, die geharnischt den Bogen führten, abfielen zur Zeit des Streits.
  • Die Ephraimiter verfügten über gut ausgerüstete Bogenschützen. Trotzdem flohen sie, als es zur Schlacht kam.
  • Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln
  • Sie hatten den Bund gebrochen, den Gott mit ihnen geschlossen hatte, und weigerten sich, nach seinem Gesetz zu leben.
  • und vergaßen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeigt hatte.
  • Sie vergaßen seine großen Taten — alle Wunder, die er sie mit eigenen Augen hatte sehen lassen.
  • Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Felde Zoan.
  • Ja, schon ihre Vorfahren hatten seine Wunder erlebt, damals in Ägypten im Gebiet von Zoan.
  • Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchgehen und stellte das Wasser wie eine Mauer.
  • Er teilte das Meer und ließ sie hindurchziehen, das Wasser türmte er auf wie einen Wall.
  • Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer.
  • Am Tag führte er sie mit einer Wolke und in der Nacht mit hellem Feuerschein.
  • Er riß die Felsen in der Wüste und tränkte sie mit Wasser die Fülle
  • In der Wüste spaltete er Felsen und gab ihnen Wasser aus der Tiefe in Hülle und Fülle.
  • und ließ Bäche aus den Felsen fließen, daß sie hinabflossen wie Wasserströme.
  • Ganze Bäche brachen aus den Felsspalten hervor und stürzten herab wie ein Wasserfall.
  • Dennoch sündigten sie weiter wider ihn und erzürnten den Höchsten in der Wüste
  • Aber unsere Vorfahren sündigten weiter gegen Gott, den Höchsten, dort in der Wüste lehnten sie sich gegen ihn auf.
  • und versuchten Gott in ihrem Herzen, daß sie Speise forderten für ihre Seelen,
  • Sie forderten Gott heraus und verlangten von ihm die Speise, auf die sie gerade Lust hatten.
  • und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl können einen Tisch bereiten in der Wüste?
  • Voller Misstrauen fragten sie: »Ist Gott denn überhaupt in der Lage, uns hier in der Wüste den Tisch zu decken?
  • Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bäche sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?
  • Den Felsen hat er zwar gespalten, und das Wasser floss in Strömen heraus — aber kann er auch Brot herbeischaffen, kann er für sein Volk Fleisch auftreiben?«
  • Da nun das der HERR hörte, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob, und Zorn kam über Israel,
  • Als der HERR das hörte, wurde er zornig auf Israel; sein Zorn über sie entflammte wie ein zerstörendes Feuer.
  • daß sie nicht glaubten an Gott und hofften nicht auf seine Hilfe.
  • Denn sie glaubten ihm nicht und rechneten nicht mit seiner Hilfe.
  • Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
  • Dennoch gab er den Wolken Anweisungen und öffnete die Schleusen des Himmels.
  • und ließ das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelsbrot.
  • Er ließ das Manna auf sie herabregnen, Getreide vom Himmel gab er ihnen zu essen —
  • Sie aßen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die Fülle.
  • ja, sie aßen das Brot der Engel! Gott gab ihnen mehr als genug zum Sattwerden.
  • Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
  • Dann ließ er den Ostwind losbrausen und schickte auch den Südwind auf seine stürmische Reise.
  • und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer
  • Er ließ Fleisch auf sie herabregnen: Vögel, so zahlreich wie der Sand am Meer.
  • und ließ sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohnten.
  • Mitten ins Lager ließ er sie fallen, rings um ihre Zelte war alles damit bedeckt.
  • Da aßen sie und wurden allzu satt; er ließ sie ihre Lust büßen.
  • Sie aßen davon und wurden mehr als satt; so gab Gott ihnen das, was sie verlangten.
  • Da sie nun ihre Lust gebüßt hatten und noch davon aßen,
  • Doch sie hatten ihre Gier kaum gestillt und sich das Fleisch gerade erst in den Mund geschoben,
  • da kam der Zorn Gottes über sie und erwürgte die Vornehmsten unter ihnen und schlug darnieder die Besten in Israel.
  • als Gott aufs Neue zornig wurde. Er brachte ihre stärksten Männer um und vernichtete die jungen Krieger Israels.
  • Aber über das alles sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.
  • Dennoch sündigten sie weiter und vertrauten ihm nicht, obwohl er all diese Wunder vollbracht hatte.
  • Darum ließ er sie dahinsterben, daß sie nichts erlangten und mußten ihr Leben lang geplagt sein.
  • Da ließ er ihr Leben ohne jeden Sinn verstreichen, von Angst erfüllt gingen ihre Jahre dahin.
  • Wenn er sie erwürgte, suchten sie ihn und kehrten sich zu Gott
  • Immer wenn Gott einige von ihnen tötete, fragten sie wieder nach ihm, von Reue ergriffen suchten sie Gott.
  • und gedachten, daß Gott ihr Hort ist und Gott der Höchste ihr Erlöser ist,
  • Dann erinnerten sie sich, dass er ihr Beschützer war, dass er, der Höchste, sie befreit hatte.
  • und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge;
  • Aber ihre Reue war nicht echt: Jedes ihrer Worte war eine Lüge, nichts von dem, was sie sagten, war ehrlich.
  • aber ihr Herz war nicht fest an ihm, und hielten nicht treulich an seinem Bunde.
  • Ihr Vertrauen auf Gott war schwach und unbeständig; sie standen nicht treu zu dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte.
  • Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht und wandte oft seinen Zorn ab und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen.
  • Trotzdem blieb er barmherzig, vergab ihre Schuld und vernichtete sie nicht. Immer wieder hielt er seinen Zorn zurück, anstatt ihm freien Lauf zu lassen.
  • Denn er gedachte, daß sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfährt und nicht wiederkommt.
  • Er wusste ja, wie vergänglich sie waren — flüchtig wie ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt.
  • Wie oft erzürnten sie ihn in der Wüste und entrüsteten ihn in der Einöde!
  • Wie oft boten sie Gott die Stirn, wie oft verletzten sie ihn tief, dort in der Wüste!
  • Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.
  • Immer wieder forderten sie ihn heraus, sie beleidigten den heiligen Gott Israels.
  • Sie gedachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlöste von den Feinden;
  • Sie vergaßen seine Macht und den Tag, an dem er sie von ihren Feinden erlöst hatte.
  • wie er denn seine Zeichen in Ägypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan;
  • Damals vollbrachte er viele Zeichen und Wunder in dem Gebiet von Zoan im Land Ägypten.
  • da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bäche nicht trinken konnten;
  • Er verwandelte die Ströme und Bäche der Ägypter in Blut, so dass niemand mehr daraus trinken konnte.
  • da er Ungeziefer unter sie schickte, daß sie fraß, und Frösche, die sie verderbten,
  • Er schickte ihnen Insektenschwärme, die sie plagten, und Frösche, die ihnen Verderben brachten.
  • und gab ihre Gewächse den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;
  • Ihre Ernte überließ er gefräßigen Heuschrecken, die den Ertrag ihrer Arbeit vernichteten.
  • da er ihre Weinstöcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen;
  • Ihre Weinstöcke zerschlug er durch Hagel, ihre Feigenbäume wurden durch Eisstücke zerstört.
  • da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Wetterstrahlen;
  • Auch das Vieh lieferte er dem Hagel aus, ganze Herden kamen durch die Blitze um.
  • da er böse Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und ließ sie toben und wüten und Leid tun;
  • Sein Zorn auf die Ägypter war grenzenlos, darum quälte er sie in seiner rasenden Wut und ließ eine Schar von Unglücksengeln auf sie los.
  • da er seinen Zorn ließ fortgehen und ihre Seele vor dem Tode nicht verschonte und übergab ihr Leben der Pestilenz;
  • Ja, er hielt seinen Zorn nicht länger zurück; er verschonte sie nicht mehr vor dem Tod, sondern ließ sie durch die Pest umkommen.
  • da er alle Erstgeburt in Ägypten schlug, die Erstlinge ihrer Kraft in den Hütten Hams,
  • Jeden ältesten Sohn tötete er in den Familien der Ägypter, es traf alle Erstgeborenen der Nachkommen von Ham.
  • und ließ sein Volk ausziehen wie Schafe und führte sie wie eine Herde in der Wüste.
  • Dann ließ Gott sein Volk aufbrechen und führte es durch die Wüste wie ein Hirte seine Schafe.
  • Und er leitete sie sicher, daß sie sich nicht fürchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.
  • Sie fürchteten sich nicht, so sicher führte er sie; für ihre Feinde aber wurde das Meer zum Grab.
  • Und er brachte sie zu seiner heiligen Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat,
  • Er brachte sein Volk bis in sein Heiliges Land, bis zu den Bergen, die er mit eigener Hand für sie erwarb.
  • und vertrieb vor ihnen her die Völker und ließ ihnen das Erbe austeilen und ließ in jener Hütten die Stämme Israels wohnen.
  • Ganze Völker vertrieb er aus diesem Gebiet und verteilte es unter die Stämme Israels. Die Häuser der Vertriebenen waren nun ihre Wohnungen.
  • Aber sie versuchten und erzürnten Gott den Höchsten und hielten seine Zeugnisse nicht
  • Doch erneut forderten sie Gott, den Höchsten, heraus und lehnten sich wieder einmal gegen ihn auf. Seine Gebote waren ihnen gleichgültig.
  • und fielen zurück und verachteten alles wie ihre Väter und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen,
  • Sie wandten sich von ihm ab und verließen ihn treulos wie schon ihre Vorfahren; sie waren unzuverlässig wie ein schlaffer Bogen, mit dem man nicht schießen kann.
  • und erzürnten ihn mit ihren Höhen und reizten ihn mit ihren Götzen.
  • Sie erzürnten Gott, indem sie auf den Bergen Opferstätten für fremde Götter errichteten; mit ihren Götzenbildern reizten sie ihn zum Zorn.
  • Und da das Gott hörte, entbrannte er und verwarf Israel ganz,
  • Ja, er geriet außer sich vor Zorn und gab Israel völlig auf.
  • daß er seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hütte, da er unter Menschen wohnte,
  • Er verließ sein Heiligtum in Silo — das Zelt, in dem er den Menschen nahe gewesen war.
  • und gab seine Macht ins Gefängnis und seine Herrlichkeit in die Hand des Feindes
  • Die Bundeslade, das Zeichen seiner Macht und Ehre, gab er in die Hände der Feinde.
  • und übergab sein Volk ins Schwert und entbrannte über sein Erbe.
  • Er war zornig über sein Volk und lieferte es dem Schwert der Gegner aus.
  • Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreit bleiben.
  • Die jungen Männer kamen im Feuer um, den Mädchen sang man kein Hochzeitslied mehr.
  • Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.
  • Die Priester wurden mit dem Schwert getötet, ihre Witwen durften nicht einmal die Totenklage anstimmen.
  • Und der HERR erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt,
  • Doch dann erhob sich der HERR, als hätte er geschlafen; er stand auf wie ein starker Krieger, der aus seinem Rausch erwacht.
  • und schlug seine Feinde zurück und hängte ihnen eine ewige Schande an.
  • Er schlug seine Feinde in die Flucht und machte sie für alle Zeiten zum Gespött.
  • Und er verwarf die Hütte Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephraim,
  • Die Nachkommen von Josef ließ er fallen, vom Stamm Ephraim wollte er nichts mehr wissen.
  • sondern erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.
  • Den Stamm Juda jedoch wählte er aus, den Berg Zion, dem seine Liebe gehört.
  • Und baute sein Heiligtum hoch, wie die Erde, die ewiglich fest stehen soll.
  • Dort errichtete er sein Heiligtum — hoch ragt es auf; fest und unerschütterlich wie die Erde steht es da.
  • Und erwählte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafställen;
  • Er wählte David als seinen Diener aus; von seiner Herde auf der Weide holte er ihn weg.
  • von den säugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel.
  • Bis dahin hatte David bloß Schafe gehütet, doch nun machte Gott ihn zum Hirten über Israel, über die Nachkommen von Jakob, sein erwähltes Volk.
  • Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Fleiß.
  • David regierte mit aufrichtigem Herzen und führte die Israeliten mit kluger Hand.

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