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Parallellesung der Bibel

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Lutherbibel

Auflage 2017

  • Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muß.
  • Ich bin der Mann, der Leid erlebt hat durch die Rute seines Grimms.
  • Er hat mich geführt und lassen gehen in die Finsternis und nicht ins Licht.
  • Er hat mich getrieben und gedrängt in Finsternis, nicht ins Licht.
  • Er hat seine Hand gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir für und für.
  • Täglich von Neuem kehrt er die Hand nur gegen mich.
  • Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.
  • Er zehrte aus mein Fleisch und meine Haut, zerbrach meine Glieder,
  • Er hat mich verbaut und mich mit Galle und Mühe umgeben.
  • umbaute und umschloss mich mit Gift und Erschöpfung.
  • Er hat mich in Finsternis gelegt wie die, so längst tot sind.
  • Im Finstern ließ er mich wohnen wie längst Verstorbene.
  • Er hat mich vermauert, daß ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt.
  • Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt.
  • Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet.
  • Wenn ich auch schrie und flehte, er versperrte den Weg meinem Gebet.
  • Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstücken und meinen Steig umgekehrt.
  • Mit Quadern hat er mir die Wege verriegelt, meine Pfade irregeleitet.
  • Er hat auf mich gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen.
  • Ein lauernder Bär war er mir, ein Löwe im Versteck.
  • Er läßt mich des Weges fehlen. Er hat mich zerstückt und zunichte gemacht.
  • Er ließ meine Wege sich verstricken, machte mich regungslos und einsam.
  • Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt.
  • Er spannte den Bogen und stellte mich hin als Ziel für den Pfeil.
  • Er hat aus dem Köcher in meine Nieren schießen lassen.
  • In die Nieren ließ er mir dringen die Geschosse seines Köchers.
  • Ich bin ein Spott allem meinem Volk und täglich ihr Liedlein.
  • Ein Gelächter war ich all meinem Volk, ihr Spottlied den ganzen Tag.
  • Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt.
  • Er speiste mich mit bitterer Kost und tränkte mich mit Wermut.
  • Er hat meine Zähne zu kleinen Stücken zerschlagen. Er wälzt mich in der Asche.
  • Meine Zähne ließ er auf Kiesel beißen, er drückte mich in den Staub.
  • Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich muß des Guten vergessen.
  • Du hast mich aus dem Frieden hinausgestoßen; ich habe vergessen, was Glück ist.
  • Ich sprach: Mein Vermögen ist dahin und meine Hoffnung auf den HERRN.
  • Ich sprach: Dahin ist mein Glanz und mein Vertrauen auf den HERRN.
  • Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Galle getränkt bin!
  • An meine Not und Unrast denken ist Wermut und Gift.
  • Du wirst ja daran gedenken; denn meine Seele sagt mir’s.
  • Immer denkt meine Seele daran und ist betrübt in mir.
  • Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch:
  • Das will ich mir zu Herzen nehmen, darauf darf ich harren:
  • Die Güte des HERRN ist’s, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
  • Die Huld des HERRN ist nicht erschöpft, sein Erbarmen ist nicht zu Ende.
  • sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
  • Neu ist es an jedem Morgen; groß ist deine Treue.
  • Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
  • Mein Anteil ist der HERR, sagt meine Seele, darum harre ich auf ihn.
  • Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und der Seele, die nach ihm fragt.
  • Gut ist der HERR zu dem, der auf ihn hofft, zur Seele, die ihn sucht.
  • Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.
  • Gut ist es, schweigend zu harren auf die Hilfe des HERRN.
  • Es ist ein köstlich Ding einem Mann, daß er das Joch in seiner Jugend trage;
  • Gut ist es für den Mann, ein Joch zu tragen in der Jugend.
  • daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas überfällt,
  • Er sitze einsam und schweige, wenn der HERR es ihm auflegt.
  • und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung warte
  • Er beuge in den Staub seinen Mund; vielleicht ist noch Hoffnung.
  • und lasse sich auf die Backen schlagen und viel Schmach anlegen.
  • Er biete die Wange dem, der ihn schlägt, und lasse sich sättigen mit Schmach.
  • Denn der HERR verstößt nicht ewiglich;
  • Denn nicht für immer verwirft der Herr.
  • sondern er betrübt wohl, und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.
  • Hat er betrübt, erbarmt er sich auch wieder nach seiner großen Huld.
  • Denn er nicht von Herzen die Menschen plagt und betrübt,
  • Denn nicht freudigen Herzens plagt und betrübt er die Menschenkinder.
  • als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Füße zertreten
  • Dass man mit Füßen tritt alle Gefangenen des Landes,
  • und eines Mannes Recht vor dem Allerhöchsten beugen lassen
  • dass man das Recht des Mannes beugt vor dem Antlitz des Höchsten,
  • und eines Menschen Sache verkehren lassen, gleich als sähe es der HERR nicht.
  • dass man im Rechtsstreit den Menschen bedrückt, sollte der Herr das nicht sehen?
  • Wer darf denn sagen, daß solches geschehe ohne des HERRN Befehl
  • Wer hat gesprochen und es geschah? Hat nicht der Herr es geboten?
  • und daß nicht Böses und Gutes komme aus dem Munde des Allerhöchsten?
  • Geht nicht hervor aus des Höchsten Mund das Gute wie auch das Böse?
  • Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider seine Sünde!
  • Wie dürfte denn ein Lebender klagen, ein Mann über seine Sünden?
  • Und laßt uns erforschen und prüfen unser Wesen und uns zum HERRN bekehren!
  • Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie und kehren wir um zum HERRN!
  • Laßt uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!
  • Erheben wir unser Herz samt den Händen zu Gott im Himmel!
  • Wir, wir haben gesündigt und sind ungehorsam gewesen; darum hast du billig nicht verschont;
  • Wir haben gesündigt und uns widersetzt; du hast nicht vergeben.
  • sondern du hast uns mit Zorn überschüttet und verfolgt und ohne Barmherzigkeit erwürgt.
  • Du hast uns in Zorn gehüllt und verfolgt, getötet und nicht geschont.
  • Du hast dich mit einer Wolke verdeckt, daß kein Gebet hindurch konnte.
  • Du hast dich in Wolken gehüllt, kein Gebet kann sie durchstoßen.
  • Du hast uns zu Kot und Unflat gemacht unter den Völkern.
  • Zu Unrat und Auswurf hast du uns gemacht inmitten der Völker.
  • Alle unsre Feinde sperren ihr Maul auf wider uns.
  • Ihren Mund rissen gegen uns auf all unsre Feinde.
  • Wir werden gedrückt und geplagt mit Schrecken und Angst.
  • Grauen und Grube wurde uns zuteil, Verwüstung und Verderben.
  • Meine Augen rinnen mit Wasserbächen über den Jammer der Tochter meines Volks.
  • Tränenströme vergießt mein Auge über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes.
  • Meine Augen fließen und können nicht ablassen; denn es ist kein Aufhören da,
  • Mein Auge ergießt sich und ruht nicht; es hört nicht auf,
  • bis der HERR vom Himmel herabschaue und sehe darein.
  • bis der HERR vom Himmel her sieht und schaut.
  • Mein Auge frißt mir das Leben weg um die Töchter meiner Stadt.
  • Mein Auge schmerzt mich wegen all der Töchter meiner Stadt.
  • Meine Feinde haben mich gehetzt wie einen Vogel ohne Ursache;
  • Wie auf einen Vogel machten sie Jagd auf mich, die ohne Grund meine Feinde sind.
  • sie haben mein Leben in einer Grube schier umgebracht und Steine auf mich geworfen;
  • Sie stürzten in die Grube mein Leben und warfen Steine auf mich.
  • sie haben mein Haupt mit Wasser überschüttet; da sprach ich: Nun bin ich gar dahin.
  • Das Wasser ging mir über den Kopf; ich sagte: Ich bin verloren.
  • Ich rief aber deinen Namen an, HERR, unten aus der Grube,
  • Da rief ich deinen Namen, HERR, tief unten aus der Grube.
  • und du erhörtest meine Stimme: Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien!
  • Du hörtest meine Stimme: Verschließ nicht dein Ohr vor meinem Seufzen, meinem Schreien!
  • Du nahest dich zu mir, wenn ich dich anrufe, und sprichst: Fürchte dich nicht!
  • Du warst nahe am Tag, da ich dich rief; du sagtest: Fürchte dich nicht!
  • Du führest, HERR, die Sache meiner Seele und erlösest mein Leben.
  • Du, Herr, hast meine Sache geführt, hast mein Leben erlöst.
  • Du siehest, HERR, wie mir so Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht!
  • Du, HERR, hast meine Bedrückung gesehen. Verschaffe mir Recht!
  • Du siehest alle ihre Rache und alle ihre Gedanken wider mich.
  • Du hast gesehen ihre ganze Rachgier, all ihr Planen gegen mich.
  • HERR, du hörest ihr Schmähen und alle ihre Gedanken über mich,
  • Du hast ihr Schmähen gehört, o HERR, all ihr Planen gegen mich.
  • die Lippen meiner Widersacher und ihr Dichten wider mich täglich.
  • Das Denken und Reden meiner Gegner ist gegen mich den ganzen Tag.
  • Schaue doch, sie sitzen oder stehen auf, so singen sie von mir ein Liedlein.
  • Blick auf ihr Sitzen und Stehen! Ein Spottlied bin ich für sie.
  • Vergilt ihnen, HERR, wie sie verdient haben!
  • Vergilt ihnen, HERR, nach dem Tun ihrer Hände!
  • Laß ihnen das Herz erschrecken, laß sie deinen Fluch fühlen!
  • Gib ihnen ein verhärtetes Herz! Dein Fluch über sie!
  • Verfolge sie mit Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des HERRN!
  • Verfolge sie im Zorn und vernichte sie unter dem Himmel des HERRN!

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